Wie in jedem Jahr, so startete auch diesjährig
am Pfingstsamstag ein Bus wohlgelaunter Mitglieder
der KG "Blau-Wieße Essele" Menden zu der jährlich
stattfindenden Pfingsttour vom Mendener Marktplatz
aus.
Samstag, dem 30. Mai 2009
Die Fahrt führte uns bei schönstem Sonnenwetter über
die Autobahn in Richtung Süden und gegen Mittag
erreichte der Bus unser diesjähriges Reiseziel: die
Stadt Würzburg im Frankenland, welche auf eine über
1300 Jahre alte Geschichte zurückblicken kann.
Mitten in der Innenstadt waren im Hotel "Novotel"
entsprechende Zimmer reserviert worden. Nach deren
Bezug und einer kurzen Ruhepause erwarteten die
Teilnehmer zwei Führerinnen zu einem ersten Rundgang
durch die Stadt. Den Anfang machte die Residenz der
Fürstbischöfe von Würzburg, ein Bauwerk des süddeutschen
Barock, erbaut nach den Plänen Balthasar Neumanns in den
Jahren 1720 bis 1744. Es ist heute eines der
bedeutensten Schlösser Europas.
Weiter ging es dann zu Fuß durch die Würzburger
Innenstadt zum Dom St. Kilian. Der Dom, ein Bauwerk des
11./12. Jahrhunderts, ist die viertgrößte romanische
Kirche Deutschlands. Der Bau begann um 1040 und endete
ca 1705.
Anschließend ging es zunächst zur "Alten Mainbrücke",
welche in den Jahren 1473 bis 1543 erbaut wurde, und von
dort zu weiteren Sehenswürdigkeiten dieser historischen
Stadt. Im Verlauf der Stadtführung erfuhren die Teilnehmer
nicht nur, dass in Würzburg Walter von der Vogelweide,
Tilman Riemenschneider sowie Balthasar Neumann gelebt und
gewirkt haben, sondern auch, dass im Jahre 1895 hier von
Wilhelm-Conrad Röntgen die nach ihm benannten
Röntgenstrahlen entdeckt wurden.
Abschließend trafen wir uns zum gemeinschaftlichen
Abendessen im Bürgerspital. Danach stand Zeit zur freien
Verfügung auf dem Plan und einzelne Gruppen erkundeten
auf eigene Faust die Innenstadt mit seinen
reichlich vorhandenen Gaststätten und Lokalen.
Wer wollte, hatte auch die Möglichkeit, das aktuell
stattfindende Weinfest auf dem Marktplatz zu besuchen, um
die ein oder andere Rebsorte zu genießen. Aber nicht nur
die Weinliebhaber, sondern auch die Biertrinker kamen auf
ihre Kosten. Nur das uns allen so vertraute Kölsch konnten
wir lange suchen und so mussten wir uns erst mit dem
örtlichen Gerstensaft vertraut machen.
Pfingstsonntag, den 31. Mai 2009
Auch heute lachte die Sonne wieder in voller Stärke vom
Himmel und so hieß es dann früh aufstehen, da nach einem
herzhaften Frühstück im Hotel, eine Rundfahrt durch das
Fränkische Weinland auf dem Terminplan stand. Nach
verschiedenen Pausen, unter anderen in Ochsenfurt
– Marktbreit – Kitzingen usw. wurde zum Abschluß die
Wallfahrtskirche "Maria im Weingarten" in Volkach besucht,
welche Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut wurde und
vermutlich auch zu jener Zeit die Wallfahrten begannen.
Der bedeutendste Schatz dieser Kirche ist die von
1521 bis 1524 entstandene schwebende Madonna im Rosenkranz
von Tilmann Riemenschneider. Es war das letzte Marienbild
des Künstlers, bevor er durch die Bauernaufstände und seine
eigene Beteiligung daran, an weiteren Arbeiten gehindert
wurde. Im Jahre 1962 wurde das Bildnis von Kunsträubern
gestohlen, konnte aber aufgrund der Intervention des
"Stern"–Gründers Henri Nannen wiedergefunden werden. Die mit
einem Lösegeld von 100.000 DM bezahlten Räuber verrieten
sich jedoch später selbst und wurden gefasst.
Danach brachte der Bus die Teilnehmer wieder zurück in das
Hotel und auch heute stand der Abend zur freien Gestaltung
der Teilnehmer.
Pfingstmontag, den 01. Juni 2009
Der letzte Tag begann mit einer Schiffstour auf dem Main
nach Veitshöchheim, einem kleinen Städtchen im Norden von
Würzburg, der Sommerresidenz der Fürstbischöfe, welcher durch
seinen Rokoko-Hofgarten bekannt wurde. Ein Tip übrigens von
unserem Mitglied Udo Hegemann, der hier seine Bundeswehrzeit
verbracht hatte. Nach einer ca. 1-stündigen Fahrt erreichten
wir unser Ziel und starteten mit dem Rundgang durch den Park.
Nachdem wir uns dort ausgiebig umgeschaut hatten, machten wir
uns auf die Suche nach einer Lokalität um unseren Hunger und
Durst zu befriedigen. Dabei stellten wir zufällig fest, dass
im Rathausinnenhof der ortsansässige Karnevalsverein
"VCC – Veitshöchheim" sein 5. Bratpfannenfest ausrichtete und
fast alle Teilnehmer entschieden sich, hier ihre Rast
einzulegen. Schnell hatten wir Kontakt geknüpft und wurden
von dem 1. Präsidenten auf das herzlichste Begrüßt. Da unser
Besuch jedoch kurzfristig und spontan erfolgte, blieb es
bei einem kurzen Austausch, zumal unser Schiff für die
Rückfahrt nicht wartete. Nachdem wir uns also entsprechend
gestärkt hatten, war es Zeit Abschied zu nehmen und wieder
zurück nach Würzburg zu schippern. Dort angekommen hatten die
Mitglieder nochmals etwas Zeit zur freien Verfügung, bevor
es dann am späten Nachmittag endgültig hieß, die Heimfahrt
in Richtung Menden anzutreten.
Fazit
Alle Teilnehmer waren des Lobes voll über diese tolle Tour
und man kann festhalten, dass es wiederum eine gelungene
Veranstaltung war und unserem Tourteam für seine Ausarbeitung
und Durchführung unser aller Dank gilt.
Peter Bieber
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